Partner im Fokus: Diamant Polymer – wasserdichte 3D-Drucke ohne Umwege

Wer schon einmal ein funktionales Teil im FDM- oder Pulververfahren gedruckt hat, kennt das Problem: Die Bauteile sind selten wirklich dicht. Zwischen den Schichten und im Materialgefüge bleiben feine Poren, durch die Wasser, Gase oder Feuchtigkeit eindringen können – selbst wenn das Bauteil auf den ersten Blick massiv wirkt.
Genau hier setzt unser erster Partner an: Diamant Polymer, ein auf Polymersysteme und Imprägniermittel spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Mönchengladbach – seit über 130 Jahren in Familientradition, "Made in Germany" und zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001.
Das Problem: Mikroporen im additiv gefertigten Bauteil
Ob Filamentdruck oder pulverbasierte Verfahren wie SLS – additiv gefertigte Bauteile bringen bauartbedingt eine gewisse Porosität mit. Für viele Anwendungen ist das unkritisch. Sobald ein Teil aber gegen Wasser, Gase oder chemische Einflüsse abdichten soll – etwa Gehäuse, Behälter oder Bauteile im Außeneinsatz – wird diese Eigenschaft schnell zum limitierenden Faktor.
Klassische Oberflächenversiegelungen wie Lacke oder Harze setzen genau da an, wo der Name es vermuten lässt: an der Oberfläche. Feinste Poren im Materialinneren bleiben davon meist unberührt.
Die Lösung: die dichtol AM Serie
Mit der Produktreihe dichtol bietet Diamant Polymer ein anderes Funktionsprinzip an als klassische Lacke oder Harze. Die gebrauchsfertigen Polymersysteme nutzen Kapillarwirkung, um tief in das Bauteil einzudringen – nicht nur oberflächlich, sondern bis in feinste Poren hinein. Dort härtet das Material aus und verankert sich dauerhaft in der Struktur.
Je nach Druckverfahren, Porengröße und Anforderung stehen vier Varianten zur Wahl:
- dichtol AM – für feine Poren (< 0,1 mm), lösemittelbasiert, temperaturbeständig bis 300 °C, trinkwasserkonform
- dichtol AM Makro – für größere Poren (0,1–0,5 mm), ebenfalls bis 300 °C und trinkwasserkonform
- dichtol AM UV Protection – zusätzlicher UV-Schutz gegen Ausbleichen und Versprödung, bis 200 °C
- dichtol AM Hydro – wasserbasiert, lösemittelfrei, dadurch kein Gefahrstoff; besonders geeignet für flexible Materialien (Shore A > 80), bis 130 °C

Welche Variante passt, richtet sich vor allem nach dem Druckverfahren: Bei Material Extrusion (FDM/FFF) und Powder Bed Fusion (SLS/LPBF) fällt die Porengröße meist mittel bis groß aus, bei Vat Photopolymerization (SLA/DLP) eher klein – Diamant Polymer bietet dafür eine strukturierte Auswahlhilfe.
Anwendung in vier möglichen Schritten – Streichen, Sprühen, Tauchen oder Injizieren, je nach Bauteilgröße und -geometrie. Die zu versiegelnde Oberfläche muss dabei rund 5 Minuten feucht gehalten werden, damit das dichtol tief einziehen kann; bei Wandstärken über 5 mm empfiehlt sich etwa 1 Minute Eintauchzeit pro Millimeter Wandstärke. Vollständig ausgehärtet ist das Bauteil nach 24 Stunden bei Raumtemperatur.
Warum das für die AMwizard-Community relevant ist
Gerade im Prototypenbau, bei Ersatzteilen oder funktionalen Endanwendungen – etwa Gehäusen, Behältern oder Bauteilen mit Kontakt zu Flüssigkeiten – ist Dichtigkeit oft die entscheidende Hürde zwischen "sieht gut aus" und "funktioniert wirklich". Ein Nachbearbeitungsschritt, der ohne Vakuumkammer oder aufwendige Ausrüstung auskommt, senkt diese Hürde erheblich – vor allem für Hobbyisten und kleinere Dienstleister ohne industrielle Nachbearbeitungslinie.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigen zwei Referenzbeispiele aus dem Portfolio von Diamant Polymer:
- Unterwasserdrohnen-Gehäuse (FDM, PETG): mit dichtol AM Hydro abgedichtet – dadurch konnte der Infillgrad von 80 % auf 30 % reduziert werden, was Druckzeit und Material spart.
- Individuell gedruckte Brillengestelle: nach dem Druck mit dichtol AM versiegelt, um Poren zu verschließen und die Gestelle vor Schweiß, Fett und Bakterien zu schützen – leicht, robust und alltagstauglich.
Persönlicher Eindruck vor Ort
AMwizard-Gründer Ahmad Assaad hatte Gelegenheit, Diamant Polymer vor Ort zu besuchen und sich die Anwendung von dichtol aus erster Hand zeigen zu lassen – und durfte die Versiegelung an einem Bauteil sogar selbst ausprobieren. Der Eindruck: ein unkomplizierter, gut nachvollziehbarer Prozess, kein Laborexperiment, das Spezialausrüstung oder viel Erfahrung voraussetzt. Genau diese Praxisnähe war ein wichtiger Grund, warum Diamant Polymer unser erster Partner in der AMwizard-Wissensbasis ist.

Datenblätter jetzt in der AMwizard-Wissensbasis
Die technischen Datenblätter der gesamten dichtol AM Serie sind bereits Teil unserer Wissensbasis. Wer im AMwizard-Chat nach Lösungen für undichte Drucke, Nachbearbeitung oder Versiegelung fragt, bekommt die passende dichtol-Variante vorgeschlagen – abgestimmt auf Druckverfahren, Porengröße und Einsatzbedingungen, dort wo es fachlich sinnvoll ist.
Mehr zu Diamant Polymer und der dichtol-Produktreihe: diamant-polymer.de